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Markenrecht

DR. SARAFI Rechtsanwälte setzen sich außergerichtlich gegen Shopify durch

DR. SARAFI Rechtsanwaltsgesellschaft mbH2 Min. Lesezeit

Aus unserem Pressearchiv. Diese Mitteilung gibt den Stand der ursprünglichen Veröffentlichung vom 1. September 2026 wieder. Spätere Entwicklungen des Verfahrens sind darin nicht automatisch berücksichtigt.

Unsere Mandantin ist eine große Anbieterin von Nahrungsergänzungsmitteln und vertreibt ihre Produkte sowohl über ihre eigene Website als auch über Verkaufsplattformen wie TikTok Shop und Amazon.

Ein Mitbewerber erstellte einen sogenannten Fake-Shop. Dabei wurden die Produkte unserer Mandantin, die dazugehörigen Produktbilder sowie wesentliche Teile der Gestaltung und Aufmachung ihrer Website übernommen. Zugleich erweckte der Betreiber den Eindruck, bei dem Fake-Shop handele es sich um einen Online-Shop unserer Mandantin.

Bereits die verwendete Domain enthielt das Unternehmenskennzeichen unserer Mandantin. In Verbindung mit weiteren Angaben auf der Website wurde hierdurch der Eindruck erweckt, unsere Mandantin selbst betreibe den Shop. Tatsächlich bestand zwischen ihr und dem Fake-Shop keinerlei Verbindung.

Der Fake-Shop wurde über Shopify betrieben. Shopify stellt eine E-Commerce-Infrastruktur zur Verfügung, über die Händler eigene Online-Shops erstellen und betreiben können.

Unser Vorgehen gegen den Fake-Shop

Zunächst mahnten wir den Betreiber des Fake-Shops wegen der begangenen Rechtsverletzungen ab und forderten ihn insbesondere zur Unterlassung auf. Sämtliche Versuche einer unmittelbaren Kontaktaufnahme blieben jedoch erfolglos.

Parallel machten wir gegenüber dem zuständigen Domainverwalter einen Auskunftsanspruch geltend, um die Identität des tatsächlichen Betreibers zu ermitteln. Auch dieser Weg führte zunächst nicht zum Ziel. Die hinterlegten Daten erwiesen sich als unzutreffend und verwiesen auf vermeintliche Personen in Mexiko. Eine auf diesem Wege ermittelte E-Mail-Adresse nutzten wir für einen weiteren Versuch, den Betreiber unmittelbar zu erreichen.

In der Folge wurde der Verkauf über die Website zunächst eingestellt. Der Fake-Shop selbst blieb jedoch weiterhin online.

Daher wandten wir uns zusätzlich unmittelbar an Shopify und verlangten die vollständige Entfernung des Shops. Nach mehrfachem Schriftwechsel und der Vorbereitung eines gerichtlichen Eilverfahrens wurde der Fake-Shop schließlich vollständig entfernt.

Fake-Shop innerhalb weniger Tage abgeschaltet

Gegenstand der Rechtsverletzungen waren insbesondere Verstöße gegen das Marken- und Lauterkeitsrecht. Der Fall zeigt zugleich, dass bei Fake-Shops ein koordiniertes Vorgehen auf mehreren Ebenen zielführend sein kann. Neben der unmittelbaren Inanspruchnahme des Shopbetreibers können insbesondere der Domainverwalter sowie der für den Betrieb des Shops eingesetzte Plattformanbieter einbezogen werden.

Durch dieses abgestimmte Vorgehen konnte der Fake-Shop innerhalb weniger Tage vollständig abgeschaltet werden.

Sind auch Sie von einem Fake-Shop, Identitätsmissbrauch oder der unberechtigten Verwendung Ihrer Marken, Unternehmenskennzeichen, Produktbilder oder sonstigen Inhalte betroffen, wenden Sie sich gerne an DR. SARAFI Rechtsanwälte.

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