DR. SARAFI Rechtsanwaltsgesellschaft mbHFrankfurt am Main · Bundesweit

Rechtsanwalt · Gründer & Geschäftsführer

Dr. Nik Sarafi

Presse- & Äußerungsrecht, Medien & Glücksspiel

Dr. Nik Sarafi vertritt Creator, Streamer und andere Beteiligte in presse- und äußerungsrechtlichen Auseinandersetzungen. Weitere Schwerpunkte liegen im Medien- und Glücksspielrecht sowie bei digitalen Geschäftsmodellen. Er verantwortet die Ausrichtung der Kanzlei.

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Dr. Nik Sarafi

Werdegang

Dr. Nik Sarafi studierte Rechtswissenschaften und legte das Zweite Staatsexamen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main ab. Sein Referendariat absolvierte er am Landgericht Darmstadt, mit Stationen unter anderem in einer Frankfurter Großkanzlei und bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen in Frankfurt am Main. Dort befasste er sich mit Geldwäsche und Korruption. Parallel promovierte er am Institut für Kriminalwissenschaften bei Prof. Dr. Dr. Neumann mit Auszeichnung zum Doktor der Rechtswissenschaft (Dr. jur.). Ergänzend absolvierte er Weiterbildungen zum TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten und Datenschutzauditor.

Mit 18 Jahren gründete er sein erstes IT-Unternehmen. Seitdem begleitet er Software- und Webprojekte auch auf der Entwicklungsseite. Diese praktische Erfahrung fließt in seine anwaltliche Arbeit ein, insbesondere bei Fragen an der Schnittstelle von Technologie, Datenschutz und Vertragsgestaltung.

Schwerpunkte

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung und Vertretung von Personen des öffentlichen Lebens, insbesondere Influencern und Medienschaffenden, im Äußerungs- und Presserecht. Er begleitet Mandanten im Vorfeld kritischer Berichterstattung, übernimmt die Beantwortung von Medienanfragen und führt gerichtliche Verfahren zur Durchsetzung oder Abwehr von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen.

Daneben berät er Unternehmer und Unternehmen zu IT-rechtlichen Fragen sowie im Technologie-, Datenschutz-, Urheber- und Markenrecht. Dabei verbindet er die rechtliche Prüfung mit dem Blick auf die technischen Abläufe und das jeweilige Geschäftsmodell.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das Glücksspielrecht einschließlich der Strafverteidigung im Glücksspielstrafrecht. Zu seinen Mandanten gehören große international tätige Online-Casino-Anbieter. Er berät zu regulatorischen, strafrechtlichen und strategischen Fragen des deutschen Glücksspielmarkts und vertritt Anbieter, Werbetreibende sowie Spieler vor Verwaltungs- und Strafgerichten und gegenüber Staatsanwaltschaften. Dazu gehören auch Verfahren im Zusammenhang mit Maßnahmen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), in denen er mehrere gerichtliche Entscheidungen erwirkt hat.

Im Januar 2024 stellte die Staatsanwaltschaft Halle hunderte Ermittlungsverfahren gegen Glücksspielanbieter ein. Dr. Sarafi hatte zuvor eine ausführliche rechtliche Stellungnahme vorgelegt, deren Argumentation in die Begründung der Einstellung einfloss. Im Mittelpunkt standen rechtliche Fragen zu den Strafanzeigen der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

2025 wurde Dr. Sarafi als Sachverständiger zu einer Anhörung im Landtag Sachsen-Anhalt eingeladen, um zu aktuellen Entwicklungen im Glücksspielrecht Stellung zu nehmen.

Publikationen

Monografie

  • Das Rechtsgut als legitimer Zweck bei der Kriminalisierung im Rechtsstaat und die staatliche Pflicht zur Entkriminalisierung, Hamburg 2019.

Fachaufsätze

  • Des Pudels Kern der Entscheidungen von BGH, LG Bonn und LG Erfurt – der Ball ist beim EuGH! (mit Univ.-Prof. Dr. iur. Christian Koenig), ZfWG 2024, 316–321.
  • Die Dienstleistungsfreiheit im Kontext des Glücksspielstaatsvertrags 2021, ZfWG 2023, 503–508.
  • Ultra posse nemo obligatur – Verwaltungsvollzug durch Payment-Blocking? (mit Univ.-Prof. Dr. iur. Christian Koenig und Krisztina Mezey), ZfWG 2023, 220–225.
  • Der problematische Umgang mit Präjudizien im Glücksspielrecht, ZfWG 2022, 415–418.
  • Spielerklagen im Kontext der Schwarzarbeit-Rechtsprechung des BGH, ZfWG 2022, 149–153.
  • Beschluss des EuGH, 18. März 2021 – Fluctus Fluentum oder auch: Die gerichtliche Pflicht zur Einzelfallprüfung, NVwZ 2021, 1049 (m. Anm. Sarafi).
  • Die Kriminalisierung des Glücksspiels durch die §§ 284 ff. StGB unter strafverfassungsrechtlichen Gesichtspunkten, ZfWG 2019, 469–474.

Ausgewählte Fachbeiträge auf ISA-Law

  • Kritik zur Stellungnahme der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zur Zulassung der Methode der SCHUFA-G-Abfrage für die Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, 08.03.2025.
  • Geheime Absprachen, Fehlkanalisierung, Inkohärenz und Willkür: Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag scheitert auf ganzer Linie, 07.03.2025.
  • Das riskante Spiel um höhere Einsatzlimits des GlüStV 2021 im Spiegel des Urteils des Landgerichts Lüneburg und die unions-, zivil- und verwaltungsrechtlichen Konsequenzen, 02.07.2024.
  • Einordnung der Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) vom 28. März 2024 zur bevorstehenden Entkriminalisierung der §§ 284 ff. StGB, 30.03.2024.
  • Das riskante Spiel um höhere Einsatzlimits des GlüStV 2021 im Lichte der Kohärenzrechtsprechung des EuGH, 06.02.2024.
  • Stellungnahme zur geäußerten Kritik verschiedener Verbände gegen die Pläne des Bundesjustizministers zur Aufhebung der Straftatbestände der §§ 284 ff. StGB, 05.01.2024.
  • Zur Frage der Rechtmäßigkeit von Hausdurchsuchungen in Ermittlungsverfahren des Glücksspielstrafrechts: Eine kritische Analyse der Praktiken von Staatsanwaltschaften und Strafrichtern, 29.12.2023.
  • Paternalismus im Glücksspiel und seine Folgen am Beispiel der geldwäscherechtlichen Verdachtsmeldungen durch Banken – Wenn Strafgesetze mehr schaden als schützen, 2023.
  • Wer wäscht besser? – Die angeblichen Gefahren des Online-Glücksspiels, 28.12.2022.
  • Die Werbung im Glücksspiel unter Heranziehung des Influencer-Marketings, 15.12.2022.
  • 007 – Die Lizenz zum Spielen, 03.11.2022.
  • Entscheidungsbesprechung VG Köln, Beschlüsse vom 1. März 2022 (6 L 1277/21 und 6 L 1354/21) und die Auswirkungen für das deutsche Glücksspielrecht, 21.03.2022.
  • Das Konzessionsverfahren bleibt in der Sackgasse, 09.03.2022.
  • Konzessionsverfahren in der Sackgasse, 26.02.2022.
  • Nachtrag zum Artikel „Die Spielerklagen", 21.09.2021.
  • Die Spielerklagen, 13.09.2021.
  • Die Geheimloge der Länder – oder auch „Das Glücksspielkollegium", 02.02.2021.
  • Zeit der Bewährung? Mitnichten!, 18.12.2020.
  • Der Umlaufbeschluss – Nach der Feier kommt der Kater, 06.11.2020.
  • Der Umlaufbeschluss und andere Gerüchte, 23.10.2020.
  • Das langsame Lotto, 05.09.2020.
  • Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Quo vadis?, 31.08.2020.
  • Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Cui bono?, 03.08.2020.

Sprachen

  • Deutsch
  • Englisch
  • Persisch

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