Werdegang
Herr Dr. Sarafi absolvierte nach seinem Studium der Rechtswissenschaften das Zweite Staatsexamen vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main. Parallel promovierte er mit Auszeichnung am Institut für Kriminalwissenschaften bei Prof. Dr. Dr. Neumann zum Doktor der Rechtswissenschaft („Dr. jur."). Sein Rechtsreferendariat führte ihn zum Landgericht Darmstadt; Stationen umfassten u. a. eine Großkanzlei in Frankfurt sowie die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen (Geldwäsche, Korruption) in Frankfurt am Main. Zudem hat er sich in datenschutzrechtlichen Qualifikationen weitergebildet, namentlich als TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter und Datenschutzauditor.
Bereits im Alter von 18 Jahren gründete Herr Dr. Sarafi sein erstes IT-Unternehmen und begleitet bis heute komplexe IT-Projekte nicht nur aus juristischer, sondern auch aus entwicklungstechnischer Perspektive. Durch seine technische Expertise verfügt er über ein tiefes Verständnis für die Strukturen und Abläufe moderner Software- und Webentwicklung. Dies ermöglicht ihm, technisch fundierte und zugleich rechtlich präzise Beratung bei IT-Vorhaben anzubieten, insbesondere an der Schnittstelle zwischen Technologie, Datenschutz und Recht.
Schwerpunkte
Sein juristisches Hauptprofil liegt in der Vertretung von Personen des öffentlichen Lebens (z. B. Influencer, Medienschaffende) in Fällen des Äußerungs- und Presserechts. Er berät strategisch im Vorfeld potentiell kritischer Berichterstattung, beantwortet Medienanfragen im Mandanteninteresse, und führt gerichtliche Verfahren zur Durchsetzung oder Abwehr von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen. Darüber hinaus berät er Unternehmer und Unternehmen umfassend in allen IT-rechtlichen Angelegenheiten, insbesondere im Technologie-, Datenschutz-, Urheber- und Markenrecht.
Parallel dazu gilt Dr. Sarafi als einer der bundesweit bekanntesten Rechtsanwälte im Glücksspielrecht und als prägender Strafverteidiger im Glücksspielstrafrecht. Im Januar 2024 stellte die Staatsanwaltschaft Halle hunderte Ermittlungsverfahren gegen Glücksspielanbieter ein, nachdem Dr. Sarafi eine umfassende Stellungnahme eingereicht hatte. Die Einstellungsverfügung enthält in weiten Teilen wortgleiche Passagen aus seiner Argumentation und belegt damit, dass seine Ausführungen maßgeblich zur Beendigung der Verfahren führten. Auf diese Weise konnte eine von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde vertretene, wiederholt strafanzeigengestützte, jedoch rechtsfehlerhafte Rechtsauffassung erfolgreich widerlegt werden.
Herr Dr. Sarafi berät die größten Online-Casinos der Welt in sämtlichen regulatorischen, strafrechtlichen und strategischen Fragen rund um den deutschen Glücksspielmarkt. Dr. Sarafi vertritt Glücksspielanbieter und Werbetreibende sowie Spieler regelmäßig in komplexen Verfahren vor Verwaltungs- und Strafgerichten sowie gegenüber Staatsanwaltschaften, insbesondere in Auseinandersetzungen mit der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und hat hierbei mehrere wegweisende Entscheidungen erwirkt, die die Branche nachhaltig geprägt haben.
Im Jahr 2025 wurde Dr. Sarafi eingeladen, im Landtag Sachsen-Anhalt im Rahmen einer Anhörung als Sachverständiger zu den aktuellen Entwicklungen im Glücksspielrecht zu sprechen.
Publikationen
Monografie
- Das Rechtsgut als legitimer Zweck bei der Kriminalisierung im Rechtsstaat und die staatliche Pflicht zur Entkriminalisierung, Hamburg 2019.
Fachaufsätze
- Des Pudels Kern der Entscheidungen von BGH, LG Bonn und LG Erfurt – der Ball ist beim EuGH! (mit Univ.-Prof. Dr. iur. Christian Koenig), ZfWG 2024, 316–321.
- Die Dienstleistungsfreiheit im Kontext des Glücksspielstaatsvertrags 2021, ZfWG 2023, 503–508.
- Ultra posse nemo obligatur – Verwaltungsvollzug durch Payment-Blocking? (mit Univ.-Prof. Dr. iur. Christian Koenig und Krisztina Mezey), ZfWG 2023, 220–225.
- Der problematische Umgang mit Präjudizien im Glücksspielrecht, ZfWG 2022, 415–418.
- Spielerklagen im Kontext der Schwarzarbeit-Rechtsprechung des BGH, ZfWG 2022, 149–153.
- Beschluss des EuGH, 18. März 2021 – Fluctus Fluentum oder auch: Die gerichtliche Pflicht zur Einzelfallprüfung, NVwZ 2021, 1049 (m. Anm. Sarafi).
- Die Kriminalisierung des Glücksspiels durch die §§ 284 ff. StGB unter strafverfassungsrechtlichen Gesichtspunkten, ZfWG 2019, 469–474.
Ausgewählte Fachbeiträge auf ISA-Law
- Kritik zur Stellungnahme der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) zur Zulassung der Methode der SCHUFA-G-Abfrage für die Prüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, 08.03.2025.
- Geheime Absprachen, Fehlkanalisierung, Inkohärenz und Willkür: Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag scheitert auf ganzer Linie, 07.03.2025.
- Das riskante Spiel um höhere Einsatzlimits des GlüStV 2021 im Spiegel des Urteils des Landgerichts Lüneburg und die unions-, zivil- und verwaltungsrechtlichen Konsequenzen, 02.07.2024.
- Einordnung der Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) vom 28. März 2024 zur bevorstehenden Entkriminalisierung der §§ 284 ff. StGB, 30.03.2024.
- Das riskante Spiel um höhere Einsatzlimits des GlüStV 2021 im Lichte der Kohärenzrechtsprechung des EuGH, 06.02.2024.
- Stellungnahme zur geäußerten Kritik verschiedener Verbände gegen die Pläne des Bundesjustizministers zur Aufhebung der Straftatbestände der §§ 284 ff. StGB, 05.01.2024.
- Zur Frage der Rechtmäßigkeit von Hausdurchsuchungen in Ermittlungsverfahren des Glücksspielstrafrechts: Eine kritische Analyse der Praktiken von Staatsanwaltschaften und Strafrichtern, 29.12.2023.
- Paternalismus im Glücksspiel und seine Folgen am Beispiel der geldwäscherechtlichen Verdachtsmeldungen durch Banken – Wenn Strafgesetze mehr schaden als schützen, 2023.
- Wer wäscht besser? – Die angeblichen Gefahren des Online-Glücksspiels, 28.12.2022.
- Die Werbung im Glücksspiel unter Heranziehung des Influencer-Marketings, 15.12.2022.
- 007 – Die Lizenz zum Spielen, 03.11.2022.
- Entscheidungsbesprechung VG Köln, Beschlüsse vom 1. März 2022 (6 L 1277/21 und 6 L 1354/21) und die Auswirkungen für das deutsche Glücksspielrecht, 21.03.2022.
- Das Konzessionsverfahren bleibt in der Sackgasse, 09.03.2022.
- Konzessionsverfahren in der Sackgasse, 26.02.2022.
- Nachtrag zum Artikel „Die Spielerklagen", 21.09.2021.
- Die Spielerklagen, 13.09.2021.
- Die Geheimloge der Länder – oder auch „Das Glücksspielkollegium", 02.02.2021.
- Zeit der Bewährung? Mitnichten!, 18.12.2020.
- Der Umlaufbeschluss – Nach der Feier kommt der Kater, 06.11.2020.
- Der Umlaufbeschluss und andere Gerüchte, 23.10.2020.
- Das langsame Lotto, 05.09.2020.
- Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Quo vadis?, 31.08.2020.
- Der neue Glücksspielstaatsvertrag – Cui bono?, 03.08.2020.
Sprachen
- Deutsch
- Englisch
- Persisch